Gassen drängt auf höhere Preise für Zigaretten und Spirituosen

Berlin – Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, macht sich für massive Steigerungen der Abgaben auf Tabak- und Alkoholprodukte stark. Das würde insbesondere dabei helfen, Jugendliche vom Rauchen und übermäßigem Alkoholkonsum abzuhalten, sagte Gassen der Bild.
„Das Rauchen und der Alkoholkonsum beginnen oft schon in der Jugend“, sagte er. „Da können Ärzte und das Gesundheitssystem nur als Reparaturbetrieb versuchen, die Folgen aufzufangen.“ Die Produkte zu verteuern, würde sie besonders für junge Leute schwerer erschwinglich machen.
„Kostet eine Schachtel Zigaretten 20 Euro, werden Jugendliche sich das nicht mehr wie heute leisten können“, sagte Gassen weiter. „Das Schnorren von Zigaretten wird dann auch nicht mehr von Erfolg gekrönt sein.“
Die Bundesregierung plant eine schrittweise Erhöhung der Tabaksteuer. Allerdings ist der derzeit bis 2030 angestrebte durchschnittliche Packungspreis von 11,40 Euro weit entfernt von den geforderten 20 Euro.
Auch die Alkoholsteuer soll steigen. Die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eingesetzte Expertenkommission hat für 2027 einen Anstieg um mehr als 40 Prozent vorgeschlagen.
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