Landarztförderung: Erste Stipendiatin beginnt Job in Sachsen-Anhalt
Magdeburg – Die erste Stipendiatin eines Nachwuchsprogramms der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA) hat ihre Arbeit als Fachärztin in Oschersleben (Landkreis Börde) begonnen. Ingrid Grüßner habe im August 2010 eines der Stipendien der KVSA erhalten und nun erfolgreich ihre Abschlussprüfung als Fachärztin für Allgemeinmedizin absolviert, teilte die KV heute mit. Seit Oktober arbeitet die junge Hausärztin in der ländlich geprägten Region.
Nach Angaben der KV profitierten seit Beginn der Nachwuchsförderung im Jahr 2010 110 Stipendiaten von dem Programm. Davon befinden sich 50 derzeit in der Weiterbildung. Die angehenden Mediziner erhalten monatlich eine finanzielle Unterstützung.
Im Gegenzug verpflichteten sich die Nachwuchsmediziner, nach dem Studium für einige Zeit in ländlich geprägten Regionen zu arbeiten, wie ein KVSA-Sprecher erklärte. Wie lange die neuen Ärzte anschließend auf dem Land sind, hängt den Angaben zufolge von der Länge der Förderung ab.
Die KVSA bietet zwei Stipendienprogramme. Das Stipendium, von dem auch Ingrid Grüßner profitierte, unterstützt Studierende aller deutschen Universitäten mit – gestaffelt nach Studienjahren – bis zu 700 Euro monatlich. Sie müssen dafür nach dem Abschluss nach Sachsen-Anhalt kommen.
Das Stipendium für Medizinstudierende der „Klassen Allgemeinmedizin“ richtet sich an angehende Mediziner, die vorrangig in Halle studieren. Aber auch Nachwuchsärzte der Universität Magdeburg können unter bestimmten Voraussetzungen von dem Programm profitieren. Sie erhalten monatlich 800 Euro.
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