Lieferengpässe: Hausärzte wollen mehr Transparenz

Köln – Mehr als 1.000 Medikamente sind aktuell nicht lieferbar, die meisten davon verschreibungspflichtig.
Welche Arzneimittel allerdings konkret nicht verfügbar sind, ist für Praxen kaum nachvollziehbar, moniert der Hausärzteverband Nordrhein und forderte diesbezüglich mehr Transparenz ein.
Da Ärzte nicht in die Lieferketten von Medikamenten eingebunden seien, hätten lediglich Apotheken einen Überblick über die Verfügbarkeit einzelner Arzneimittel, bemängelt der Verband.
Ein Zustand, der die passgenaue Anpassung der Medikationspläne in den Praxen erheblich erschwere.
Der Hausärzteverband Nordrhein plädiert deshalb dafür, dass Apotheken den Praxen wöchentlich eine Übersicht über die fehlenden Medikamente liefern sollten.
„Denn wenn bekannt ist, dass ein Medikament nicht verfügbar ist, können Hausärzte gezielt nach Alternativen in der Medikation suchen“, so Verbandsvorsitzender Oliver Funken.
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