Ärzteschaft

Zusatzweiterbildung auch für Versorgung von Kindern bedeutsam

  • Dienstag, 8. August 2023
/Tobilander, stock.adobe.com
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Berlin – Die Zusatzweiterbildung „Klinische Akut- und Notfallmedizin“ ist auch für Kinderärzte und -chirurgen sinnvoll und sollte ihnen immer ermöglicht werden. Darauf haben die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und die Deutsche Gesellschaft für interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) hingewiesen.

Fachärztinnen und Fachärzte in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung können diese Zusatz­weiterbildung bereits seit einigen Jahren grundsätzlich erwerben. Allerdings sind die Weiterbildungsinhalte laut den Fachgesellschaften altersunabhängig formuliert, spezifische Zeitangaben oder Mindestzahlen seien nicht definiert.

Das habe bei einigen Landesärztekammern zu Unsicherheiten geführt. „Entsprechende Anfragen bei den Landesärztekammern wurden bisher sehr unterschiedlich gelöst“, heißt es in einem Positionspapier von DIVI und DGINA.

„Es ist existenziell wichtig, die Pädiater für die Akut- und Notfallversorgung von Kindern noch besser auszu­bilden“, sagte Sebastian Brenner, Leiter der Kindernotfallmedizin und der interdisziplinären pädiatrischen Intensivmedizin der Unikinderklinik Dresden. „Kinderärzte dürfen selbstverständlich nicht von der Zusatzwei­ter­bildung Akut- und Notfallmedizin ausgeschlossen werden“, betonte er.

In ihrem Positionspapier schlagen die Fachgesellschaften in Abhängigkeit der lokalen Strukturen des Kran­kenhauses Rotationen im Rahmen von Kooperationsvereinbarungen vor, um alle Inhalte der Zusatzweiter­bil­dung abzudecken und durch eine einheitliche Umsetzung auf Länderebene den Zugang zur Zusatzweiterbil­dung für alle Fachgebiete klar zu regeln.

hil

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