Zusatzweiterbildung auch für Versorgung von Kindern bedeutsam

Berlin – Die Zusatzweiterbildung „Klinische Akut- und Notfallmedizin“ ist auch für Kinderärzte und -chirurgen sinnvoll und sollte ihnen immer ermöglicht werden. Darauf haben die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und die Deutsche Gesellschaft für interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) hingewiesen.
Fachärztinnen und Fachärzte in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung können diese Zusatzweiterbildung bereits seit einigen Jahren grundsätzlich erwerben. Allerdings sind die Weiterbildungsinhalte laut den Fachgesellschaften altersunabhängig formuliert, spezifische Zeitangaben oder Mindestzahlen seien nicht definiert.
Das habe bei einigen Landesärztekammern zu Unsicherheiten geführt. „Entsprechende Anfragen bei den Landesärztekammern wurden bisher sehr unterschiedlich gelöst“, heißt es in einem Positionspapier von DIVI und DGINA.
„Es ist existenziell wichtig, die Pädiater für die Akut- und Notfallversorgung von Kindern noch besser auszubilden“, sagte Sebastian Brenner, Leiter der Kindernotfallmedizin und der interdisziplinären pädiatrischen Intensivmedizin der Unikinderklinik Dresden. „Kinderärzte dürfen selbstverständlich nicht von der Zusatzweiterbildung Akut- und Notfallmedizin ausgeschlossen werden“, betonte er.
In ihrem Positionspapier schlagen die Fachgesellschaften in Abhängigkeit der lokalen Strukturen des Krankenhauses Rotationen im Rahmen von Kooperationsvereinbarungen vor, um alle Inhalte der Zusatzweiterbildung abzudecken und durch eine einheitliche Umsetzung auf Länderebene den Zugang zur Zusatzweiterbildung für alle Fachgebiete klar zu regeln.
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