Personalisierte Bakteriophagentherapie: Leitlinie gibt Kliniken erstmals klare Standards

Frankfurt/Köln – Eine neue S2k-Leitlinie soll erstmals einen strukturierten Rahmen für den Einsatz personalisierter Bakteriophagen in der klinischen Versorgung schaffen. Die Empfehlungen, die zeitgleich auch als Konsensuspapier in Nature Medicine (2026; DOI: 10.1038/s41591-026-04654-6) erschienen sind, sehen die Therapie vor allem für Situationen vor, in denen evidenzbasierte Standardtherapien versagt haben, nicht verfügbar oder nicht anwendbar sind.
Für die Versorgung bedeutet das vor allem klarere Vorgaben dazu, wann eine personalisierte Phagentherapie überhaupt infrage kommt, welche mikrobiologische Diagnostik zuvor erforderlich ist und unter welchen Qualitätsstandards Phagen hergestellt, geprüft und angewendet werden sollen. Vorgesehen ist zudem, jede Therapieentscheidung interdisziplinär vorzubereiten und die Behandlungsverläufe systematisch zu dokumentieren.
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