Gesundheitsämter haben zuletzt etwas mehr Personal aufgebaut

Wiesbaden – Die Gesundheitsämter in Deutschland haben im vergangenen Jahr weiter Personal aufgebaut. Zum Jahresende 2025 arbeiteten in Deutschland 27.225 Personen in den Behörden, das waren 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte.
Die Zahl der auf die volle tarifliche Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten lag Ende 2025 bei 22.110 und stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent. Die Zahl sei stärker gewachsen als im Jahr 2024, erklärte das Bundesamt.
Der Zuwachs beim Personal mit unbefristeten Arbeitsverträgen war demnach geringer als im Jahr zuvor – der beim befristeten Personal dagegen höher. Ende 2025 hatten in den Gesundheitsämtern 25.305 Personen einen unbefristeten und 1.920 Personen einen befristeten Arbeitsvertrag.
Jeder fünfte Beschäftigte war den Angaben zufolge Arzt oder Ärztin. Ihr größter Arbeitsanteil entfiel auf Kinder- und Jugendgesundheit (30 Prozent), gefolgt vom Bereich Begutachtung von Erwachsenen (18 Prozent).
In den vergangenen Monaten war aus Gesundheitsämtern jedoch immer wieder zu hören, dass Stellen, die im Zuge des Paktes für den ÖGD geschaffen wurden, bereits wieder abgeschmolzen werden oder bedroht sind. Das in der Coronapandemie mit Mitteln des Bundes aufgesetzte Programm zielte unter anderem auf eine personelle Stärkung der Ämter, es läuft jedoch zum Ende dieses Jahres aus.
Eine Nachfolgelösung ist bisher nicht gefunden. Anträge zum Thema ÖGD wurden auch im Rahmen der laufenden Gesundheitsministerkonferenz der Länder erwartet (das Deutsche Ärzteblatt berichtet).
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