Ärzteschaft

S3-Leitlinie zur Sectio caesarea aktualisiert

  • Montag, 19. Oktober 2026
/fotoatelier.hamburg, stock.adobe.com
/fotoatelier.hamburg, stock.adobe.com
Dieses Dialog-Fenster öffnen

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) hat zusammen mit ihrer österreichischen und schweizerischen Partnergesellschaft die S3-Leitlinie „Sectio caesarea“ aktualisiert. Die erste S3-Leitlinie zu dem Thema hatte die Fachgesellschaft im Sommer 2020 vorgestellt.

Die Arbeitsgruppe hat in der neuen Ausgabe der Leitlinie alle Hintergrundtexte und Empfehlungen vollständig geprüft und überarbeitet.

Neu in die aktualisierte Version aufgenommen wurde das Kapitel zu Placenta accreta Spectrum. Dies ist eine Schwangerschafts- und Geburtskomplikation, bei der die Plazenta zu tief oder fest mit der Gebärmutterwand verwachsen ist und sich nach der Geburt nicht normal löst.

Die Leitliniengruppe ist außerdem intensiv auf die Durchführung der Sectio eingegangen, insbesondere auf die Nahttechnik zur Vermeidung von Sectio-Narbendefekten.

„An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die bei Drucklegung dieser Leitlinie verfügbare Studienlage eine abschließende Bewertung der optimalen Nahttechnik allerdings noch nicht zulässt“, schreiben die Autorinnen und Autoren.

Angesichts der Komplikationen für weitere Schwangerschaften enthält die Leitlinie auch ausführliche Hinweise zur Beratung von Schwangeren vor einer ersten Sectio. 

„Das Ziel dieser Leitlinie ist die Zusammenfassung des aktuellen Wissens über die Sectio mit dem Fokus auf Definition und Klassifikation, Aufklärung, Indikation, Zeitpunkt und Durchführung sowie auf Schwangerschaft und Geburt nach einer Sectio, um in einem gemeinsamen Entscheidungsfindungsprozess das beste Vorgehen im individuellen Fall festlegen zu können“, schreibt die Leitliniengruppe.

Die Autorinnen und Autoren weisen darauf hin, dass in den deutschsprachigen Ländern im Augenblick rund jedes dritte Kind per Sectio zur Welt kommt. „Somit handelt es sich bei der Sectioentbindung um einen der häufigsten operativen Eingriffe überhaupt“, heißt es in der Leitlinie. 

hil

Diskutieren Sie mit:

Deutsches Ärzteblatt bei Google bevorzugen

Wenn Sie Deutsches Ärzteblatt als bevorzugte Quelle festlegen, können Inhalte von uns in Ihren Google-Ergebnissen sichtbarer erscheinen.

Jetzt bei Google bevorzugen

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung