Vermischtes

Scham, Peinlichkeit, Misstrauen: Patienten verschweigen Probleme

  • Donnerstag, 13. August 2026
/HockleyMedia24, peopleimages.com, stock.adobe.com
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Berlin – Fast jeder Fünfte verschweigt etwas beim Arzt. Das ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Barmer. Demnach haben 18 Prozent der Befragten im Alter ab 18 Jahren beim Arztbesuch schon einmal aus Scham, Peinlichkeit oder Misstrauen bestimmte Themen nicht angesprochen. Unter männlichen Patienten waren es 13 und unter Patientinnen 23 Prozent.

28 Prozent sagten, sie hätten Schwierigkeiten, Beziehungs- und Partnerschaftsprobleme bei einem Arztbesuch anzusprechen, unabhängig davon, ob eine solche Situation bereits eingetreten sei. Bei Sexualgesundheit und sexuellen Problemen sagten dies laut Angaben 25 Prozent und bei häuslicher Gewalt oder Missbrauch 20 Prozent.

Am höchsten ist dabei demnach der Anteil der jüngeren Befragten: Unter den 18- bis 29-Jährigen verschwiegen 28 Prozent bestimmte Themen. Bei Personen ab 60 Jahren war dies nur noch bei 13 Prozent der Fall.

Der Umfrage zufolge hatten Frauen grundsätzlich etwas größere Probleme, bestimmte Themen beim Arzt anzusprechen. Bei häuslicher Gewalt und Missbrauch gaben dies 25 Prozent der Frauen und 14 Prozent der Männer an. Gewichtsprobleme und Essstörungen würden nur 17 Prozent der Frauen und sieben Prozent der Männer thematisieren.

„Falsche Scham kann negative Folgen für den Behandlungsverlauf mit sich bringen und den Behandlungserfolg beeinträchtigen“, erklärte Barmer-Chef und Mediziner Christoph Straub. Dazu bestehe kein Anlass: „Das Arzt-Patienten-Verhältnis ist geschützt, es unterliegt aus gutem Grund der ärztlichen Schweigepflicht.“

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte im Januar und Februar 2026 im Auftrag der Barmer 1.791 Personen ab 18 Jahren in computergestützten Telefoninterviews.

kna

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