Spelmeyer bleibt Vorstandsvorsitzender der KV Westfalen-Lippe

Dortmund – Dirk Spelmeyer bleibt Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Die Vertreterversammlung (VV) wählte ihn gestern bei der turnusmäßigen Wahl mit klarer Mehrheit für weitere fünf Jahre, hieß es heute von der KV. Es war der einzige Tagesordnungspunkt des Ärzteparlaments.
„Ich bedanke mich für das große Vertrauen und freue mich darauf, gemeinsam mit meiner Vorstandskollegin Anke Richter-Scheer den eingeschlagenen Weg fortführen zu dürfen“, sagte Spelmeyer. Berufspolitik sei für ihn „Herausforderung und Ansporn zugleich.“
Aus Sicht des im Amt bestätigten KVWL-Chefs bedarf es strategischer und innovativer Maßnahmen, um die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung in Westfalen-Lippe auch in Zukunft gewährleisten zu können. Spelmeyer machte klar, dass die Freiberuflichkeit der mehr als 16.000 Ärzte und Psychotherapeuten in Westfalen-Lippe auch weiter das Rückgrat der ambulanten Versorgung bleiben wird.
„Die ambulante vertragsärztliche Versorgung und ihre Selbstverwaltung werden gleichzeitig immer stärker durch umständliche politische Vorgaben und bürokratische Eingriffe negativ beeinflusst“, betonte er. Gerade deshalb gelte es, Freiberuflichkeit und Selbstverwaltung zu erhalten, zu fördern, zu vereinfachen und zu stärken.
Nach Ansicht des KVWL-Chefs braucht es Einigkeit, Mut und Innovationskraft, um die bevorstehenden Aufgaben bewältigen zu können. „Die demografische Entwicklung wird in den kommenden Jahren zu doppelten Problemen führen“, betonte er.
Eine ältere, multimorbide Gesellschaft treffe dann auf eine drohende Ruhestandswelle der Ärzteschaft. „Daher wird die Gewinnung des ärztlichen Nachwuchses ein zentrales Thema sein“, so der KVWL-Chef. Wenn Praxen erhalten werden sollten, müssten Niederlassung, Anstellung und Kooperation einfach, unkompliziert und attraktiv bleiben. Dafür brauche es praxistaugliche Lösungen und keine bürokratischen Hemmnisse.
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