Sprachprüfung verbessert Arzt-Patienten-Verhältnis
Magdeburg – Im Vorfeld der Frühjahrsversammlung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt hat Kammerpräsidentin Simone Heinemann-Meerz die Notwendigkeit der verpflichtenden Fachsprachprüfung für ausländische Mediziner erneut unterstrichen. „Sie stellt sicher, dass im Praxisalltag die Kommunikation zwischen Arzt und Patient auch gut funktionieren wird“, erklärte sie.
Seit Anfang des Jahres müssen ausländische Ärzte, die in Sachsen-Anhalt arbeiten wollen, eine Fachsprachenprüfung ablegen. Die praxisorientierte Prüfung basiert auf reellen Situationen und beinhaltet unter anderem ein Arzt-Patienten-Gespräch, das Erheben einer schriftlichen Anamnese, eine telefonische Befundübermittlung sowie ein Arzt-Arzt-Gespräch.
„Für ein gutes Arzt-Patienten-Verhältnis ist es immens wichtig, dass sich Arzt und Patient sprachlich verstehen“, unterstrich Heinemann-Meerz. Dies gelte insbesondere angesichts des steigenden Ausländeranteils unter den Medizinern. Von den aktuell 8.825 in Sachsen-Anhalt berufstätigen Ärzten stammen 902 aus dem Ausland. Viele kommen aus osteuropäischen Staaten wie Rumänien und Bulgarien oder Russland.
Diskutieren Sie mit
Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.
Diskutieren Sie mit: