Tarifgespräche: Marburger Bund und VKA verhandeln wieder

Berlin – Der Marburger Bund (MB) und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) haben heute in Berlin ihre unterbrochenen Verhandlungen für die rund 55.000 ärztlichen Beschäftigten in kommunalen Krankenhäusern wieder aufgenommen.
Die Ärztegewerkschaft hat ihrer Erwartungen an die auf zwei Tage angesetzten Gespräche heute erneut formuliert. „Wir erwarten von der VKA echte Verhandlungsbereitschaft und den Willen zur Einigung“, sagte Christian Twardy, Verhandlungsführer des Marburger Bundes, unmittelbar vor der fünften Verhandlungsrunde.
Den Forderungen des Marburger Bundes hatten am 31. März bundesweit mehrere Tausend Ärzte durch einen ganztägigen Warnstreik Nachdruck verliehen, allein zur zentralen Streikkundgebung in Frankfurt am Main waren rund 4.000 Klinikärzte gekommen.
„Unsere Geduld ist endlich. Dass die ärztlichen Beschäftigten bereit sind, für ihre Forderungen zu kämpfen, haben sie am 31. März eindrucksvoll bewiesen. Die VKA sollte sich dessen bewusst sein“, mahnte Andreas Botzlar, 2. Vorsitzender des Marburger Bundes.
Marburger Bund und kommunale Arbeitgeber verhandeln seit Mitte Oktober vergangenen Jahres miteinander. Die Ärztegewerkschaft fordert in den Verhandlungen mit der VKA eine lineare Erhöhung der Gehälter um 5,5 Prozent für die Laufzeit von einem Jahr und eine klare Begrenzung der Bereitschaftsdienste auf vier pro Kalendermonat.
Darüber hinaus verlangt die Gewerkschaft eine generelle Begrenzung der Rufbereitschaft auf höchstens zwölf solcher Hintergrunddienste pro Monat, einen gesicherten Anspruch auf freie Wochenenden (Arbeit an höchstens zwei Wochenenden im Kalendermonat) und mehr Planungssicherheit bei den Diensten.
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