Vermischtes

Tarifverhandlungen in Chemie- und Pharmaindustrie ergebnislos vertagt

  • Mittwoch, 4. Februar 2026
Die Delegationen der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (links, IGBCE) und vom Bundesarbeitgeberverband Chemie (rechts, BAVC) sitzen sich zu Beginn der ersten Tarifrunde der Chemie- und Pharmaindustrie gegenüber. /picture alliance, Michael Matthey
Die Delegationen der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (links, IGBCE) und vom Bundesarbeitgeberverband Chemie (rechts, BAVC) sitzen sich zu Beginn der ersten Tarifrunde der Chemie- und Pharmaindustrie gegenüber. /picture alliance, Michael Matthey

Hannover – Die Tarifverhandlungen für rund 585.000 Beschäftigte in der Chemie- und Pharmaindustrie sind ohne Ergebnis vertagt worden. Von einem Abschluss seien Arbeitgeberseite und Gewerkschaften noch weit entfernt, erklärte heute der Verhandlungsführer der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) Oliver Heinrich.

Die Arbeitgeber legten der Gewerkschaft zufolge noch kein konkretes Angebot vor. Am 23. und 24. Februar sollen die Gespräche in Wiesbaden fortgesetzt werden.

Die IGBCE fordert angesichts der Krise in der Chemiebranche eine Beschäftigungssicherung sowie eine Lohnsteigerung, die die Kaufkraft stärkt. Eine konkrete Zahl hat die Gewerkschaft nicht genannt. Die Arbeitgeber hatten eine Nullrunde gefordert.

Es gebe auf „absehbare Zeit keine Zuwächse, die wir verteilen können“, erklärte der Verhandlungsführer des Bundesarbeitgeberverbands Chemie (BAVC) Matthias Bürk.

„Die Unternehmen brauchen jetzt eine tarifpolitische Atempause, damit sie sich so gut wie möglich neu aufstellen können. Machen wir Arbeit am Standort Deutschland noch teurer, verschärfen wir die Krise.“ Zur Forderung nach einer Beschäftigungssicherung erklärte Bürk, sichere Arbeitsplätze ließen sich nicht „verordnen“.

IGBCE-Verhandlungsführer Heinrich erklärte, eine Nullrunde „wird es mit uns nicht geben“. „Die Arbeitgeber müssen uns nicht länger erzählen, was alles nicht geht, sondern mit uns gemeinsam erarbeiten, was möglich ist“, forderte er. Der aktuelle Tarifvertrag läuft am 28. Februar 2026 aus.

afp

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung