Verband kritisiert Unterfinanzierung von Essen in Pflegeheimen

Berlin – Für die Verpflegung der Bewohner von Pflegeheimen sollte es mehr Mittel geben. Darauf drängt der Verband Deutscher Alten- und Behindertenpflege (VDAB).
„Frische und ausgewogene Ernährung ist ein wesentlicher Bestandteil guter Pflege und darf kein Sparposten sein“, sagte VDAB-Bundesgeschäftsführer Thomas Knieling den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Er verwies dabei auch auf die gestiegenen Lebensmittelpreise. Pflegebedürftige müssen derzeit durchschnittlich rund 3.500 Euro pro Monat Eigenanteil für einen Platz im Pflegeheim zahlen.
Für Lebensmittel stünden aber „gerade einmal 6,50 bis 7,50 Euro pro Bewohner und Tag“ zur Verfügung, sagte Knieling. Davon müssten sämtliche Mahlzeiten und Getränke finanziert werden. Es stelle sich die Frage, „wie unter diesen Bedingungen dauerhaft eine qualitativ hochwertige Verpflegung gewährleistet werden kann“.
Die Verpflegung in den Pflegeheimen wird nicht durch die Pflegeversicherung finanziert, sondern durch die Menschen selbst. Aus deren Eigenanteil müssen aber vorrangig andere Posten bestritten werden, insbesondere Beiträge zu Unterkunft, Personal und Investitionskosten.
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