Ärzteschaft

Vergütung für Alzheimer-Medikament Donanemab geregelt

  • Donnerstag, 11. Juni 2026
/Artur, stock.adobe.com
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Berlin – Das Medikament Donanemab (Handelsname Kisunla) kann Patienten mit früher Alzheimer-Erkrankung verabreicht werden, bei denen eine Amyloid-Beta-Pathologie festgestellt wurde und die nicht homozygot sind für das ApoE ε4-Allel. Der Bewertungsausschuss hat nun für die Therapie die Vergütung festgelegt.

Wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung schreibt, haben Vertragsärzte und GKV-Spitzenverband vereinbart, welche Leistungen die behandelnden Ärzte ab dem 1. Juli im EBM abrechnen können.

Neu aufgenommen in den EBM wird nach Angaben der KBV dazu die Gebührenordnungsposition (GOP) 02103 für die Infusionstherapie mit Donanemab (147 Punkte / 18,73 Euro).

Die Leistung umfasst die mindestens 30-minütige intravenöse Infusion des monoklonalen Antikörpers, die alle vier Wochen erfolgen muss, sowie die anschließende mindestens 30-minütige Beobachtung des Patienten. Die Dauer der Therapie ist auf maximal 18 Monate beschränkt.

Im Zusammenhang mit der Diagnostik der Amyloid-Beta-Pathologie zur Indikationsstellung der Therapie mit Donanemab kann die bereits bestehende GOP 02342 (Lumbalpunktion) abgerechnet werden, die um den Wirkstoff Donanemab ergänzt wird.

Vor Einleitung der Therapie und für die erforderlichen regelmäßigen Kontrolluntersuchungen des Neurocraniums mittels MRT (GOP 34410) gelte das Gleiche, so die KBV. Diese und alle weiteren Leistungen, die im Zusammenhang mit der Verabreichung von Donanemab erforderlich seien, würden extrabudgetär vergütet. „Ärztinnen und Ärzte kennzeichnen diese GOP dazu mit dem Buchstaben A.“

Der Bewertungsausschuss hat darüber hinaus klargestellt, dass nur bestimmte Fachgruppen die Leistungen zur Indikationsstellung und Therapie mit Donanemab abrechnen beziehungsweise veranlassen dürfen.

Das sind demnach Fachärzte für Neurologie, für Nervenheilkunde, für Neurologie und Psychiatrie sowie für Psychiatrie und Psychotherapie. Sie müssen in der Behandlung der Alzheimer-Krankheit erfahren sein und zeitnahen Zugang zu einer MRT-Diagnostik gewährleisten können, beispielsweise in spezialisierten Zentren. Damit wurde ein entsprechender Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) umgesetzt.

Kisunla mit dem Wirkstoff Donanemab ist seit November des vergangenen Jahres zur Behandlung leichter kognitiver Beeinträchtigungen oder beginnender Demenz aufgrund der Alzheimer-Krankheit zugelassen.

EB

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