Weniger Fälle von anerkannten Berufskrankheiten und Arbeitsunfällen

Berlin – Die Zahl der anerkannten Berufskrankheiten im Jahr 2025 ist im Vergleich zum Vorjahr um 9,3 Prozent gesunken. Damit stabilisiert sich der Wert laut der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) nach der COVID-19-Pandemie weiter.
Insgesamt zählte die DGUV im vergangenen Jahr 24.340 Fälle von anerkannten Berufskrankheiten. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 waren es noch 26.821.
Am häufigsten wurde die lärmbedingte Schwerhörigkeit anerkannt. An zweiter Stelle der anerkannten Berufskrankheiten steht Hautkrebs durch natürliche UV-Strahlung, sowie seine Vorstufe, die Aktinische Keratose. Am dritthäufigsten wurden Infektionskrankheiten registriert. 1.772 Menschen verstarben infolge einer Berufskrankheit – etwa sechs Prozent weniger als im Jahr zuvor.
Nach Einschätzung der DGUV würden sich die angestiegenen Fallzahlen nun wieder stabilisieren. Im Jahr 2022 hatten die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen mit 199.542 anerkannten Berufskrankheiten einen Höchststand registriert, der vor allem auf COVID-19-bedingte Infektionskrankheiten zurückzuführen war.
Verdacht vor allem auf Hautkrebs und Muskel-Skelett-Erkrankungen
Wie die DGUV weiter mitteilte, sei die Zahl der Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit mit einem Plus von 0,6 Prozent leicht gestiegen. Hauptgrund hierfür seien vermehrte Anzeigen wegen Hautkrebs und Muskel-Skelett-Erkrankungen.
In den meisten Fällen wird ein Verdacht durch die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt angezeigt. Diese sind gesetzlich verpflichtet, bei einem begründeten Verdacht Anzeige zu erstatten – auch dann, wenn der Patient selbst das nicht fordert. Aber auch Arbeitgeber, Krankenkassen oder Versicherte selbst können eine Anzeige einreichen.
Mehr Unfälle in der Schule als bei der Arbeit
Neben den Berufskrankheiten ist laut DGUV auch das Unfallrisiko weiter zurückgegangen. 689.922 meldepflichtige Unfälle wurden 2025 bei der Arbeit registriert. Das sind 3,2 Prozent weniger als 2024.
„Prävention lohnt sich! Das belegen erneut die Arbeitsunfallzahlen für das Jahr 2025. Das Risiko einen Unfall bei der Arbeit zu erleiden, ist abermals zurückgegangen. Das ist eine sehr gute Nachricht“, sagte Stephan Fasshauer, Hauptgeschäftsführer der DGUV, dazu.
Die Zahl der meldepflichtigen Wegeunfälle und Schulunfälle stieg hingegen leicht an. Die Unfallkassen meldeten 1.032.546 Schulunfälle, was einen Anstieg von zwei Prozent bedeutet. Meldepflicht besteht für Kinder in Tagesbetreuung, Schülerinnen und Schüler und Studierende dann, wenn sie getötet oder so verletzt werden, dass sie ärztliche Behandlung in Anspruch nehmen müssen.
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