Wettbewerb soll zum Nachdenken über Organspende anregen
Berlin – Nach den Skandalen um Manipulationen bei der Organvergabe sank die Zahl der Menschen, die sich als Organspender zur Verfügung stellten. Die Bundesregierung will mehr Menschen ermutigen. Auch ein Wettbewerb soll dabei helfen. Rund 220 Kreative aus ganz Deutschland haben zum Thema Plakat- und Postkartenmotive gestaltet. Heute hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) acht Gewinner des „Organpatenpreises 2016“ in Berlin ausgezeichnet.
„Der Wettbewerb dient dazu, das Thema Organspende immer wieder in die Öffentlichkeit zu bringen“, sagte Marita Völker-Albert, Sprecherin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die den Wettbewerb mit ausgerufen hatte. Aufgerufen waren die Bevölkerung, aber auch Ärzte und Pfleger.
Ein Ziel des Wettbewerbs ist es, dass sich Menschen mit dem Thema Organspende auseinandersetzen. Angesichts mehrerer Skandale waren die Spenderzahlen in den vergangenen Jahren deutschlandweit rückläufig. Laut Deutscher Stiftung Organtransplantation (DSO) stieg die Gesamtzahl 2015 erstmals wieder leicht - um 1,5 Prozent auf 877 Menschen. In Berlin und Brandenburg sanken die Zahlen im Zeitraum von 2014 bis 2015 allerdings: In Berlin von 44 auf 36 Organspender und in Brandenburg von 23 auf 22 Spender.
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