Zahl der Apotheken sinkt weiter

Berlin – Die Zahl der Apotheken in Deutschland ist weiter gesunken. Ende September gab es noch 18.854 Apotheken, wie aus neuen Daten der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) hervorgeht. Das sei der tiefste Stand seit Mitte der 1980er-Jahre.
In den ersten neun Monaten dieses Jahres schlossen demnach 279 Apotheken, neu eröffnet wurden 58. Ende vergangenen Jahres waren es bundesweit noch 19.075 Apotheken gewesen.
„Dieser Abwärtstrend seit einigen Jahren ist besorgniserregend“, sagte Verbandspräsident Friedemann Schmidt. Dies gelte gerade angesichts einer immer älter werdenden Bevölkerung und der Frage, wie man auch nach der Coronapandemie die Arzneimittelversorgung aller Menschen garantieren könne.
Mit einem kürzlich beschlossenen Reformgesetz könnten Apotheken nun immerhin wieder mit etwas mehr Zuversicht nach vorne schauen, erklärte er.
Neue pharmazeutische Dienstleistungen wie ein Medikationsmanagement könnten Patienten besser versorgen helfen und den Krankenkassen durch vermiedene Klinikeinweisungen Kosten ersparen.
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