Zahl der Belegabteilungen um 22 Prozent zurückgegangen

Berlin – Die Zahl der Belegabteilungen in Deutschland ist zwischen den Jahren 2020 bis 2024 von 1.116 auf 869 zurückgegangen – also um rund 22 Prozent. Das teilte der Bundesverband der Belegärzte und Belegkrankenhäuser (BdB) dem Deutschen Ärzteblatt mit. Die Zahlen beruhen auf einer Auswertung der jährlichen Krankenhausberichte.
Der BdB fordert in diesem Zusammenhang, die geplanten Reformen im Gesundheitswesen dürften die belegärztliche Versorgung von Patientinnen und Patienten nicht weiter schwächen, sondern sollten sie als besonders kosteneffektive Versorgungsformen vielmehr stärken.
„Die Politik fordert zu Recht eine bessere Verzahnung der Sektoren. Belegärztinnen und Belegärzte praktizieren dies seit Langem. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zu einer ressourcensparenden und patientenorientierten Gesundheitsversorgung“, sagte der Bundesvorsitzende des Verbandes, Ryszard van Rhee.
Belegärztinnen und Belegärzte verbinden die ambulante fachärztliche Versorgung mit der stationären Behandlung und übernehmen damit laut dem BdB eine wichtige Schnittstellenfunktion zwischen Praxis und Klinik. Sie könnten Probleme an der Schnittstelle zwischen ambulant und stationär weitestgehend vermeiden.
Die vom Gesetzgeber angestrebte Begrenzung von Mehrausgaben durch eine Budgetierung ärztlicher Leistungen sei für belegärztliche Strukturen daher nicht sachgerecht.
„Die belegärztlichen Vergütungen sind bereits heute vergleichsweise unattraktiv. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Belegabteilungen kontinuierlich ab. Unter diesen Bedingungen ist eine Ausweitung des Volumens belegärztlicher Leistungen definitiv nicht zu erwarten“, warnte van Rhee. Sinnvoll sei vielmehr, das Belegarztwesen aus der mengenbegrenzten Gesamtvergütung herauszunehmen, so die Forderung des BdB.
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