Politik

1,61 Millionen Menschen beantragen erstmals Pflegeleistungen

  • Dienstag, 9. April 2019
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Berlin – Im vergangenen Jahr haben rund 1,61 Millionen Menschen in Deutschland erst­mals Pflegeleistungen beantragt. Das geht aus der Antwort des Bundesgesundheits­minis­teriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann her­vor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland vorliegt.

Die Ablehnungsquote lag den Angaben zufolge bei 15 Prozent. Jede fünfte Bewilligung – 20,7 Prozent – führte zu Pflegegrad 1, der für Hilfsbedürftige gedacht ist, die in ihrer Selbstständigkeit nur gering beeinträchtigt sind. Die Betroffenen erhalten dann einen monatlichen Entlastungsbetrag von 125 Euro, etwa für Über-Tag-Betreuung oder Unter­stützung beim Einkaufen und im Haushalt.

38,5 Prozent der neu bewilligten Pflegeanträge entfielen im vergangenen Jahr auf Pflege­grad 2, 17,1 Prozent auf Pflegegrade 3. 6,5 Prozent der Bewilligungen führten zu Pflegegrad 4 und 2,4 Prozent zu Pflegegrad 5.

Zimmermann sagte dem Redaktionsnetzwerk, viel zu viele Pflegebedürftige blieben nach der Begutachtung ohne professionelle Pflegeleistungen. „Das hat mit Bedarfsdeckung nichts zu tun“, so die Vorsitzende des Familienausschusses im Bundestag. „Denn niemand betragt Unterstützung ohne Not.“ Zimmermann forderte, der Leistungsumfang im Pflege­grad 1 müsse spürbar steigen.

kna

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