Ärzteschaft

Ärztetag: Ärztliche Expertise in gesundheitspolitische Reformprozesse einbeziehen

  • Freitag, 15. Mai 2026
/Thanadon88, stock.adobe.com
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Hannover – Zentrale gesundheitspolitische Reformen der vergangenen Jahre sind häufig ohne ausreichende frühzeitige Einbindung ärztlicher Expertise entwickelt worden. Das kritisierten heute die Delegierten des 130. Deutschen Ärztetages.

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) wurde in einem mit überwältigender Mehrheit angenommenen Beschluss dazu aufgefordert, „sicherzustellen, dass ärztliche Expertise verpflichtender Bestandteil aller relevanten Reformkommissionen und Gesetzgebungsverfahren im Gesundheitswesen ist“.

Gesundheitspolitische Reformvorhaben müssten frühzeitig und strukturiert unter Beteiligung der ärztlichen Selbstverwaltung – insbesondere der Bundesärztekammer (BÄK) und der Landesärztekammern sowie ärztlicher Berufsverbände – erarbeitet werden.

Insgesamt solle die Rolle der ärztlichen Selbstverwaltung als zentraler Partner bei der Gestaltung des Gesundheitswesens gestärkt werden, um so Reformprozesse „konsequent evidenzbasiert und versorgungsorientiert“ auszurichten.

Praxisferne Regelungen und Implementierungsprobleme, die in der Vergangenheit bereits zu Akzeptanzdefiziten in der medizinischen Versorgung geführt hätten, ließen sich so vermeiden.

In diesem Sinne stelle eine starke ärztliche Selbstverwaltung kein Hindernis dar, sondern sei eine zentrale Voraussetzung für tragfähige und patientenzentrierte Reformen im Gesundheitswesen.

aha

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