Bald Startschuss für Nationale Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen

Berlin – Zum Verbessern der Lage von Menschen mit Erkrankungen wie Long COVID startet noch im Januar die Nationale Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) stellt das Vorhaben am 30. Januar in Berlin in der Bundespresskonferenz vor, wurde heute angekündigt.
„Ziel ist es, die Krankheitsmechanismen besser zu verstehen und Diagnostik sowie Therapieoptionen gezielt weiterzuentwickeln“, sagte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) heute beim 1. LongCARE-Symposium mit Blick auf den geplanten Start der Nationalen Dekade noch in diesem Monat.
Bereits bekannt ist, dass die Nationale Dekade mit 500 Millionen Euro, verteilt auf einen Zeitraum von zehn Jahren, vom Bundesforschungsministerium (BMFTR) gefördert werden soll.
Im November hatten Warken und Bär gemeinsam darüber hinaus die „Allianz postinfektiöse Erkrankungen“ ins Leben gerufen, das Deutsche Ärzteblatt berichtete. Die Allianz sei als Veranstaltungsserie mit unterschiedlichen Formaten angelegt und verfolge bis 2028 mehrere Ziele, so Warken heute.
Long COVID und ME/CFS sollen demnach als gesamtgesellschaftliche Herausforderungen sichtbar gemacht werden. Zudem wolle man die klinische Forschung, die Grundlagenforschung und die Versorgungsforschung enger miteinander vernetzen und so Synergien zwischen Forschung und Versorgung schaffen.
Beide Ministerien hatten eine enge Zusammenarbeit zum Thema angekündigt. „Das gemeinsame Ziel all dieser Initiativen ist klar: Fortschritte in Diagnostik und Therapie sollen beschleunigt und die Versorgung der Patientinnen und Patienten spürbar verbessert werden“, bekräftigte die Ministerin.
Warken begrüßte es, dass beim heutigen Symposium ein Austausch zwischen Beteiligten von Projekten unterschiedlicher Mittelgeber möglich werde (BMFTR, Bundesgesundheitsministerium und Innovationsfonds des G-BA).
Die Veranstaltung solle auch eine Signalwirkung haben, betonte die Ministerin. Sie könne Betroffenen zeigen, dass es vorangehe, und Hoffnung schenken. Sie hob erneut hervor, dass man die Belastungen der Betroffenen sehr ernst nehme.
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