Bericht: Nur Teil von Johnson versprochene Kliniken mit Bauerlaubnis

London – Nur ein Viertel der vom früheren britischen Premier Boris Johnson bis 2030 versprochenen Krankenhäuser in Großbritannien hat es über die Planungsphase hinaus geschafft. Das geht aus Informationen hervor, die von den britischen Liberaldemokraten zusammengetragen wurden.
Demnach haben nur 10 von 40 angekündigten Kliniken bislang eine Bauerlaubnis erhalten. Das zentrale Wahlversprechen Johnsons von 2019, das der konservativen Partei neben anderen Ankündigungen den Sieg brachte, sei damit nicht mehr zu erreichen, zitierte die Zeitung Observer gestern den Leiter eines Krankenhausträgers des Nationalen Gesundheitsdiensts NHS.
Für den ohnehin bereits unter Druck stehenden Premierminister Rishi Sunak ist das eine weitere Belastung. Sunak ist bereits der dritte britische Regierungschef in der laufenden Legislaturperiode. Er wird sich daher an den Wahlversprechen Johnsons messen lassen müssen.
Die schleppende Umsetzung ist auch nicht das einzige Problem. Viele der von Johnson als „neue Krankenhäuser“ angekündigten Projekte stellten sich inzwischen lediglich als Erweiterungen bestehender Kliniken oder Renovierungsmaßnahmen heraus.
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