CDU in Rheinland-Pfalz plädiert für mehr Plätze fürs Medizinstudium

Mainz – Vor dem Hintergrund des Ärztemangels insbesondere in ländlichen Regionen hat sich die rheinland-pfälzische CDU-Fraktion für eine deutliche Erhöhung der Studienplätze für Humanmedizin ausgesprochen. Sie solle von derzeit 430 im Jahr künftig um jeweils 200 jährlich erhöht werden. Das sei nötig und packe das Problem bei der Wurzel, sagte der Landtagsabgeordnete Christoph Gensch heute in Mainz.
Bis 2023 müssten in Rheinland-Pfalz knapp 3.500 niedergelassene Ärzte ersetzt werden, sagte Gensch. Berücksichtige man, dass neue Ärzte nicht mehr auf das immense Arbeitspensum heutiger und frühere niedergelassener Kollegen kommen dürften, seien sogar 1.000 neue Mediziner pro Jahr nötig.
Der gesundheitspolitische Sprecher Peter Enders sagte, er halte die Betreuung der dann deutlich mehr Studierende auch in der klinischen Ausbildung für machbar, künftig außer in Mainz auch in Trier. Zudem könne über einen Standort Koblenz nachgedacht werden.
Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium und frühere Landtagsabgeordnete Thomas Gebhart rief die Landesregierung zudem dazu auf, wieder in die Förderung von Investitionskosten in der stationären Pflege einzusteigen. Es gehe darum, so die Eigenanteile von Altenheimbewohnern zu senken und auch finanzielle Belastungen für deren Angehörige zu mindern.
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