Coronakrise: Schutzausrüstung soll Ende März geliefert werden

Berlin/Bad Ems – Zur Abwehr der Corona-Epidemie hat der Bund inzwischen Medizingüter im Wert von 205 Millionen Euro für das deutsche Gesundheitswesen eingekauft. Der überwiegende Teil der Materialien, darunter Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel, werde im Zeitraum Ende März bis Anfang April geliefert, sagte gestern eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums.
Der Einkauf findet unter Federführung des Beschaffungsamtes der Bundeswehr statt. Unterstützt von der Generalzolldirektion wird damit in einer Situation internationaler Engpässe Amtshilfe für das Bundesgesundheitsministerium geleistet. Bisher wurden 30 Verträge abgeschlossen, sagte die Sprecherin. Es habe auch viele unseriöse Anbieter gegeben.
Bundesregierung bestellt 6.500 Beatmungsgeräte
Die Bundesregierung will die Versorgung mit dringend benötigten Beatmungsgeräten in der Coronavirus-Krise zudem auch mit einem Großauftrag in Rheinland-Pfalz sichern.
Das Unternehmen Löwenstein Medical in Bad Ems soll nach eigenen Angaben mehr als 6.500 Geräte liefern: 400 Intensivbeatmungsgeräte, 800 lebenserhaltende mobile Beatmungsgeräte und 5.400 Geräte zur Versorgung in nicht ganz so gravierenden Fällen.
„Diese Abstufung haben nur wir“, sagte Löwenstein-Medical-Sprecherin Claudia Lux heute. Die andere Firma mit einem Großauftrag des Bundesgesundheitsministeriums, Dräger in Lübeck, solle 10.000 Beatmungsgeräte liefern.
Löwenstein Medical stellt seine mehr als 6.500 Geräte nach eigenen Angaben in den kommenden drei Monaten zur Verfügung. Die Fertigung sei bereits im Februar erhöht worden, „nicht zuletzt auch aufgrund der Nachfrage aus China“. Bislang gebe es „keinerlei Einschränkungen in den kritischen Versorgungsbereichen und der Fertigung“.
Das mittelständische Familienunternehmen in Bad Ems, das unter anderem in Hamburg produziert, beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiter im In- und Ausland und sieht sich als „einen der weltweit führenden Anbieter in der klinischen und außerklinischen Beatmung“. Lux sagte: „Wir exportieren in über 130 Länder.“
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