„Der alte Name PCOS war doppelt falsch“

Berlin – Das bisher als Polyzystisches Ovarsyndrom (PCOS) bekannte Krankheitsbild trägt künftig einen neuen Namen: Polyendokrines metabolisches Ovarialsyndrom (PMOS). Der international abgestimmte Namenswechsel soll verdeutlichen, dass es sich nicht nur um eine rein gynäkologische Erkrankung handelt, sondern auch um eine komplexe endokrin-metabolische Störung. Denn Menschen mit PMOS haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen – und bleiben dennoch häufig lange unerkannt.
Mit dem neuen Begriff rücken Stoffwechsel und kardiometabolische Risiken stärker in den Fokus. Welche Folgen das für Diagnostik und Behandlung hat, welche Rolle moderne Inkretin-basierte Medikamente spielen könnten und warum der Menstruationszyklus auch in der Diabetologie stärker berücksichtigt werden sollte, erläutert Endokrinologin Susanne Reger-Tan im Gespräch mit dem Deutschen Ärzteblatt.
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