Down-Syndrom: Neurodegeneration beginnt bereits nach der Geburt

Madison – Die zusätzlichen Gene auf dem dritten Chromosom 21 sorgen bei Menschen mit Down-Syndrom bereits in den ersten Lebensjahren für ein Chaos in den Zellen des Gehirns. Eine Multiomics-Studie in Science (2026; DOI: 10.1126/science.aea1549) fand neben Störungen der Hirnentwicklung auch erste Anzeichen für Entzündungsreaktionen, die für die spätere Demenz verantwortlich sein könnten.
Das Chromosom 21 enthält zwar nur etwa 250 Gene. Deren vermehrte Aktivität kann jedoch den Stoffwechsel in vielen Zellen empfindlich stören. Betroffen sind vor allem die Hirnzellen und der Cortex. Menschen mit Down-Syndrom zeigen eine verlangsamte kognitive und sprachliche Entwicklung. Die erworbenen Fähigkeiten gehen zudem ab dem frühen Erwachsenenalter häufig wieder verloren. Mehr als 90 % aller Menschen mit Down-Syndrom entwickeln eine frühzeitige Demenz.
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