Frauenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern erhalten mehr Geld
Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns überlastete Frauenhäuser bekommen zusätzliches Geld für mehr Personal. Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) kündigte gestern an, das Land werde – vorbehaltlich der Zustimmung durch den Landtag – seinen Zuschuss von 2018 an um rund 140.000 Euro jährlich erhöhen.
„Damit soll in den Frauenhäusern, in denen der Betrieb mit unter drei Vollzeitstellen erfolgt, vom Land eine Unterstützung für eine dritte beziehungsweise in einem Fall bis zur dritten Vollzeitstelle gewährt werden“, sagte Drese in einem Interview der Schweriner Volkszeitung. Dieses Ergebnis habe sie in den Etatverhandlungen mit dem Finanzministerium erreicht.
In den neun Frauenhäusern werden durch den starken Andrang von Flüchtlingsfrauen die Plätze knapp. Ein Drittel der Häuser ist nach Angaben der zuständigen Landesarbeitsgemeinschaft komplett belegt, auch in den anderen sind die Plätze knapp. Vor allem geflüchtete Frauen suchten mit ihren Kindern Schutz vor gewalttätigen Ehemännern oder anderen Angehörigen. Das Land hat die neun Frauenhäuser mit zusammen 174 Plätzen im Land bisher mit 700.000 Euro jährlich gefördert.
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