Gemeindeschwestern-Projekt in Rheinland-Pfalz wird ausgeweitet

Mainz – In Rheinland-Pfalz werden Kommunen weiterhin präventive Hausbesuche für alte Menschen anbieten. Das Land und die Krankenkassenverbände haben sich entschlossen, das entsprechende Projekt „Gemeindeschwester Plus“ fortzusetzen und auszuweiten.
Das Modellprojekt lief in Rheinland-Pfalz bereits von 2015 bis Ende 2018 in sieben Regionen. Speziell geschulte Pflegekräfte haben dabei in mehr als 7.000 präventiven Hausbesuchen mehr als 3.000 hochbetagte Menschen zu ihrer Lebens- und Gesundheitssituation beraten und sie unterstützt.
Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung (DIP) hat das Projekt wissenschaftlich begleitet, Land und Kommunen beraten und die Pflegekräfte speziell qualifiziert. 2,9 Millionen Euro hat das Sozialministerium zwischen 2015 und 2018 investiert. Damit wurden unter anderem 18 Gemeindeschwestern an dreizehn Pflegestützpunkten finanziert.
„Die vielen positiven Rückmeldungen und die aktuellen, aus der wissenschaftlichen Begleitung des DIP abgeleiteten, Empfehlungen zur Gemeindeschwester Plus spornen uns dazu an, das Projekt auszuweiten“, sagte Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) kürzlich auf einer Veranstaltung des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie (MSAGD) des Landes.
Neben den bisher beteiligten Landkreisen und kreisfreien Städten werden sich der Ministerin zufolge bis zu sieben neue interessierte Kommunen in Rheinland-Pfalz an dem Projekt beteiligen können. Man sei überzeugt, dass die Gemeindeschwester Plus Teil eines kommunalen Gesundheitsförderungskonzeptes werden könne, so Bätzing-Lichtenthäler.
„Wir konnten unsere langjährigen Erfahrungen zu präventiven Hausbesuchen ins Modellprojekt Gemeindeschwester Plus einbringen und hier gemeinsam mit allen Akteuren die guten Ansätze erfolgreich umsetzen. Ich sehe heute nur Gewinner“, sagte der Direktor des DIP, Frank Weidner, auf der Veranstaltung.
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