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Gesundheits-Apps: Verordnet, aber nicht von allen genutzt

  • Freitag, 30. Oktober 2026
/Lerbank-bbk22, stock.adobe.com
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Berlin – Inzwischen kennt mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland (56 Prozent) die App auf Rezept. Jeder Fünfte (20 Prozent) hat bereits eine solche Verschreibung erhalten, 15 Prozent haben sie eingelöst. Das zeigt eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom.

Die Umfrage zeigt darüber hinaus, dass 44 Prozent der Menschen in Deutschland eine Gesundheits-App nutzen würden, um lange Wartezeiten auf eine Behandlung zu überbrücken. Ein Drittel (33 Prozent) ist der Meinung, dass eine App auf Rezept die Behandlung im Alltag erleichtert.

Gleichzeitig wünschen sich viele mehr Aufklärung. 49 Prozent sind der Auffassung, dass Ärzte und Psychotherapeuten häufiger über solche Apps informieren sollten. Einige sehen jedoch keinen persönlichen Nutzen davon. 41 Prozent meinen, eine App auf Rezept könne ihnen nicht weiterhelfen, 27 Prozent verstehen ihren Nutzen nicht.

Von wirtschaftlichen Schwierigkeiten berichten indes die Anbieter. In einer separaten Bitkom-Befragung unter 34 Unternehmen, die Apps auf Rezept entwickeln oder anbieten, geben 85 Prozent an, dass sich ihre Situation in den vergangenen zwei Jahren verschlechtert habe.

76 Prozent bewerten die Investitionssicherheit unter den aktuellen Rahmenbedingungen als gering oder sehr gering. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen plant die Hälfte der Anbieter (50 Prozent), in den kommenden 24 Monaten weitere Apps auf Rezept auf den Markt zu bringen.

Die Umfrage führte Bitkom Research laut Angaben im Auftrag des Digitalverbands durch. Dazu wurden 1.132 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt; die Ergebnisse sind demnach repräsentativ.

EB/kna

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