GKV-Arzneimittelausgaben im ersten Quartal gestiegen

Frankfurt – Die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind in den ersten drei Monaten des Jahres gegenüber dem Vorjahresquartal um 3,6 Prozent gestiegen. Das berichtet der Statistikdienstleister IQVia in einem aktuellen Markbericht.
Der Umsatz mit Arzneimitteln im gesamten Pharmamarkt – Apotheke und Klinik – stieg hingegen um 4,6 Prozent. Es wurden in den ersten drei Monaten dieses Jahres 25,2 Milliarden Zähleinheiten im Wert von 17,3 Milliarden Euro abgegeben, also Kapseln, Hübe, Portionsbeutel und anderes.
Innerhalb der zehn umsatzstärksten Arzneimittelgruppen im GKV-Markt der ersten drei Monate 2026 verzeichnet die Gruppe der GLP-1 Agonisten weiterhin die höchsten Zuwächse mit einem Plus von 30,2 Prozent. Weitere zweistellige Zuwachsraten nach Umsatz zeigten Interleukin-Inhibitoren (plus 18 Prozent) und SGLT2-Hemmer (plus 13 Prozent).
Die Einsparungen der GKV durch Herstellerabschläge und Rabatte aus Erstattungsbeträgen beliefen sich laut IQViA in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 auf 2,869 Milliarden Euro.
Der Apothekenmarkt verzeichnete im ersten Quartal 2026 ein Umsatzwachstum von 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 14,8 Milliarden Euro. Wachstumstreiber waren insbesondere patentgeschützte Produkte. Auch Biosimilars verzeichnen im Apothekenmarkt ein deutliches Absatzplus von 15,6 Prozent.
Es wurden im Apothekenmarkt 426,7 Millionen Packungen an Patientinnen und Patienten abgegeben, was einem Minus von vier Prozent entspricht.
Im Klinikmarkt entfielen im ersten Quartal 2026 rund 62,3 Prozent des Gesamtumsatzes auf die zehn umsatzstärksten Arzneimittelgruppen. Den stärksten Zuwachs verzeichnete mit einem Plus von 21,6 Prozent die Gruppe „Sonstige Immunsuppressiva“, die vor allem bei hochspezialisierten Immuntherapien Anwendung findet.
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