Gröhe dringt auf Förderung weltweiter Gesundheitspolitik

Berlin – Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat mit Blick auf den G20-Gipfel mit seinen Amtskollegen in Berlin davor gewarnt, dass die Welt vor einer neuen Epidemie nicht gefeit sei. „Die Welt ist noch nicht ausreichend auf Gesundheitsgefahren vorbereitet“, sagte Gröhe im Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt (Ausgabe 20). Beim ersten Gesundheitsgipfel im Rahmen eines G20-Treffens am 19. und 20. Mai will er daher eine Krisenübung mit seinen Amtskollegen und Vertretern von Weltbank und Weltgesundheitsorganisation veranstalten.
„Es geht darum, die Verbreitung eines tödlichen Virus zu stoppen, das sich über die Atemwege überträgt. Wir brauchen mehr Klarheit darüber, welche Verantwortlichkeiten es vor Ort gibt, wenn eine Krise auftritt, wie wir sicherstellen, dass Informationen schnell weitergegeben werden, wer zügig Hilfe bereitstellt und welche Kontrollen erforderlich sind“, so Gröhe weiter. Diese Erfahrungen könnten zu „Hausaufgaben“ für alle Staaten werden. Gröhe hofft auch, dass Argentinien als kommendes G20-Land diesen Dialog weiterführen wird. „Es ist gut, dass uns Argentinien bereits zugesagt hat, ebenfalls die globale Gesundheitspolitik voranzutreiben.“
Auf der Agenda des G20-Treffens hat Gröhe auch die Bekämpfung der Antibiotikaresistenzen setzen lassen. „Der Kampf darum, dass Antibiotika nicht ihre Wirkung verlieren, muss vor Ort genauso wie weltweit geführt werden“, so Gröhe. Anlässlich des Treffens werde die Bundesregierung auch einen Zwischenbericht zur Deutschen-Antibiotikaresistenz-Strategie (DART) zur Verfügung stellen, kündigte Gröhe im Gespräch mit dem Deutschen Ärzteblatt an.
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