Große Mehrheit laut Umfrage gegen höhere Lasten für Kassenpatienten

Berlin – Eine große Mehrheit der Deutschen lehnt es ab, Kassenpatienten künftig stärker zur Kasse zu bitten. Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag von Stern und RTL finden es nur 23 Prozent richtig, wenn gesetzlich Versicherte für Gesundheitskosten mehr selbst zahlen sollen, 75 Prozent sind dagegen.
Um die gesetzlichen Krankenversicherungen zu entlasten und neue Beitragserhöhungen abzuwenden, hat Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) einen Entwurf für ein Sparpaket vorgelegt, der – neben Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken und Pharmabranche – auch höhere Zuzahlungen etwa für Medikamente und Einschränkungen der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern vorsieht.
So sollen künftig zwischen 7,50 und 15 Euro fällig werden, wenn man ein verschriebenes Medikament in der Apotheke abholt. Bisher waren es fünf bis zehn Euro.
Gutverdiener sollen 2027 stärker herangezogen werden, indem die Beitragsbemessungsgrenze jenseits der regulären Anpassung um 300 Euro zusätzlich angehoben wird. Das soll von Arbeitgebern und -nehmern, die sich die Krankenkassenbeiträge teilen, je 1,2 Milliarden Euro mehr einbringen.
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte am 16. und 17. April 1.006 Deutsche, die Umfrage ist den Angaben zufolge repräsentativ.
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