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Hitzeindikator: Routinedaten aus Notaufnahmen ermöglichen Beobachtung gesundheitlicher Folgen extremer Hitze

  • Dienstag, 14. Juli 2026
/picture alliance, imageBROKER, Christopher Tamcke
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Berlin – Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat seine Notaufnahmenerfassung um einen Hitzeindikator erweitert, der ab sofort auch hitzeassoziierte Vorstellungen in der Notaufnahme sichtbar macht. Hintergrund ist, dass extreme Hitze eine zunehmende gesundheitliche Belastung darstellt.

Der neue Hitzeindikator ist Bestandteil der Plattform für Akut-, Intensiv- und Notfallmedizin (AKTIN), die an den Universitäten Magdeburg und Aachen entwickelt wurde. Er wurde im Rahmen des Forschungsprojekts „KlimaNot“ der Universitätsmedizin Magdeburg konzipiert und erweitert die bisher vorwiegend auf Infektionskrankheiten ausgerichtete Notaufnahmesurveillance.

Über AKTIN werden Routinedaten aus freiwillig teilnehmenden Notaufnahmen täglich an das RKI übermittelt. Seit 2020 ermöglicht dies die Erfassung von Trends in der Notfallversorgung. Die Infrastruktur ist Teil des Netzwerks Universitätsmedizin (NUM).

„Die gewonnenen Daten der AKTIN-Infrastruktur können dazu beitragen, Risiken besser einzuschätzen und Maßnahmen des Gesundheitsschutzes gezielter auszurichten“, hieß es aus der Universitätsmedizin Magdeburg.

Neben der neuen „Hitzeassoziierten Notaufnahmevorstellungen“ erfasst die Überwachung die Syndrome „Grippeähnliche Erkrankungen“, „Akute respiratorische Erkrankungen“, „Schwere akute respiratorische Infektionen“, „Coronavirus“ und „Gastrointestinale Infektionen“.

Die Auswahl der Notaufnahmen basiert auf der individuellen Bereitschaft zur Teilnahme. Die Anzahl der einbezogenen Notaufnahmen für die Plattform kann dabei bei verschiedenen Syndromen variieren: Voraussetzung für die Berücksichtigung der Notaufnahmen in der Darstellung der jeweiligen Syndrome ist eine Vollständigkeit von mindestens 80 Prozent für Angaben zu jenen Variablen, die Teil der entsprechenden Syndromdefinition sind.

Durch Veränderungen bei der Verfügbarkeit von Daten und einer unterschiedlichen Zahl von Notaufnahmen bei den unterschiedlichen Syndromen kann es laut dem RKI zu Schwankungen bei der Zahl der teilnehmenden Notaufnahmen in bestimmten Erfassungszeiträumen kommen.

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