Ärzteschaft

Influencer werben für Ausbildung als Medizinische Fachangestellte

  • Mittwoch, 5. Juli 2023
Die Influencer Teresea Bauer, Lukas Steier und Juna Smirnov (v.l.n.r.)/TikTok-Screenshots
Die Influencer Teresea Bauer, Lukas Steier und Juna Smirnov (v.l.n.r.) /TikTok-Screenshots

Berlin – Viele Niedergelassene suchen derzeit händeringend nach Medizinischen Fachangestellten (MFA). Auf den Beruf aufmerksam machen nun auch Influencer in den sozialen Medien. Das teilten heute Bundesärzte­kammer (BÄK) und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) anlässlich der neuen Initiative „Von Beruf wichtig“ mit.

In TikTok-Videos räumen Influencer wie Juna Smirnov, Teresa Bauer oder der Rapper Cossu mit dem Klischee auf, dass MFA ihre Zeit im Wesentlichen damit verbringen, Termine zu verwalten.

So unterstützen MFA etwa bei Untersuchungen, sie betreuen Patienten oder übernehmen Laborarbeiten. Da­rüber hinaus bietet der Beruf ein breites Spektrum von Entwicklungsmöglichkeiten von spezialisierenden Fortbildungen bis hin zum Stu­dium.

Auch auf einer neuen Internetseite finden sich umfangreiche Informationen zum MFA-Beruf, zur Ausbildung, zu den Karrieremöglichkeiten, aber auch praktische Tipps für die Bewerbung.

„Die MFA-Ausbildung steht bei jungen Menschen ganz oben auf der Beliebtheitsskala“, sagte Erik Bodendieck, Vorstandsmitglied der BÄK und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Arzthelferinnen/Medizinischen Fachangestellten.

Er betonte, dass trotzdem die Absolventenzahlen nicht ausreichten, um die enorme Nachfrage nach gut quali­fizierten Praxismitarbeiterinnen und -mitarbeitern zu decken. „Das stellt eine große Gefahr für die ambulante medizinische Versorgung dar. Daher ist es dringend notwendig, noch mehr junge Frauen und Männer für diesen spannenden Beruf zu gewinnen“, so Bodendieck.

„Ohne gut aus- und weitergebildete MFA lassen sich fast eine Milliarde Arzt-Patienten-Kontakte und die daraus resultierenden Versorgungsaufgaben jährlich nicht stemmen“, erläuterte Stephan Hofmeister, stell­vertretender Vorstandsvorsitzender der KBV.

Vor diesem Hintergrund komme die gemeinsame Initiative „Von Beruf wichtig“ von BÄK und KBV genau zum richtigen Zeitpunkt. Unabhängig davon bleibe natürlich eine solide Finanzierung der Praxen unabdingbar, damit den MFA neben der gezollten Anerkennung auch wettbewerbsfähige Gehälter gezahlt werden könnten.

may/EB

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