Ionenstrahl-Therapiezentrum bekommt vorläufigen Insolvenzverwalter

Marburg – Die insolvente Marburger Ionenstrahl-Therapie-Betriebsgesellschaft (MIT) bekommt nun doch einen vorläufigen Insolvenzverwalter. „Wir haben der Geschäftsführung zur Rücknahme der Eigenverwaltung geraten, da sich nach den ersten Wochen herausgestellt hat, dass ein reguläres Verfahren möglicherweise schneller zur Sanierung führen kann“, sagte Rechtsanwalt Volker Büteröwe, Berater der Geschäftsführung der MIT. Die Fortführung des Krebstherapiezentrums und die Versorgung der Patienten seien auch bei der vorläufigen Insolvenzverwaltung sichergestellt.
Der vorläufige Insolvenzverwalter Tobias Wahl suche nun Lösungen zum Erhalt des Marburger Ionenstrahlzentrums. „Das schließt auch den möglichen Einstieg eines neuen Investors ein», sagte er. Mitte September hatte die Betreibergesellschaft der innovativen Therapieanlage zur Behandlung von Tumor-Erkrankungen Insolvenz angemeldet. Als Hauptgrund für die finanziellen Probleme wurden fehlende Patienten genannt. Das Uni-Klinikum Heidelberg betreibt federführend die Anlage. Die Rhön-Klinikum AG, der das privatisierte Uni-Klinikum Gießen-Marburg gehört, ist Minderheitsgesellschafter.
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