Keine Auffälligkeiten bei Handfehlbildungen in Baden-Württemberg

Stuttgart – In Baden-Württembergs Krankenhäusern hat es in den vergangenen Jahren keine Häufung von Handfehlbildungen bei Neugeborenen gegeben. Das hat das baden-württembergische Sozialministerium heute bekanntgegeben. Gemeldet haben bisher 45 von 82 Einrichtungen mit einer geburtshilflichen Fachabteilung Zahlen. Das Ministerium sprach von einer „repräsentativen Basis“.
Im Detail gab es demnach 2017 bei 57.078 Geburten 28 Handfehlbildungen. 2018 lag die Zahl bei 30 (57.979 Geburten) und 2019 zwischen Januar und August bei 20 (39.990 Geburten). „Aus den rückgemeldeten Daten lassen sich Häufigkeiten von Handfehlbildungen in Höhe von 0,049 Prozent im Jahr 2017, von 0,052 Prozent im Jahr 2018 und 0,050 Prozent im Jahr 2019 (jeweils bezogen auf alle Geburten) ermitteln“, so das Ministerium.
Über den Zeitraum von drei Jahren ergebe sich daraus eine Häufigkeit von 0,050 Prozent (entsprechend 1 Handfehlbildung auf 1.990 Geburten). Bei der Umfrage wurden auch kleine Veränderungen gemeldet (überzählige Finger, Schwimmhäute), die operativ gut korrigierbar sind.
„Anhand der erhobenen Daten führen erste statistische Prüfungen zu dem Ergebnis, dass keine signifikanten Unterschiede zwischen den Jahren 2017 und 2019 sowie 2018 und 2019 bestehen. Verglichen mit Häufigkeitsangaben aus der Literatur erscheinen diese Zahlen gering“, erläutert das Ministerium weiter. Eine erste Bewertung zeige in Baden-Württemberg keine Auffälligkeiten.
Auch in Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein hatte es den ersten Analysen zufolge keine Häufungen gegeben.
Anlass für die Untersuchungen war, dass im Sankt Marien-Hospital Buer zwischen Mitte Juni und Anfang September drei Kinder mit fehlgebildeten Händen geboren worden waren. Zuvor hatte es dort nach Angaben der Klinik jahrelang keinen einzigen Fall gegeben. Die Klinik hatte das als Häufung bezeichnet.
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