Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten: Bund bekräftigt separate Bedarfsplanung

Berlin – Die Bundesregierung hat ihr Vorhaben bekräftigt, eine separate Bedarfsplanung für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten zu schaffen.
Man wolle das Vorhaben „zeitnah“ angehen, heißt es in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion – allerdings ohne ein konkretes Datum zu nennen. Bereits im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD wurde diese Absicht festgeschrieben.
Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) und die Psychotherapeutenverbände fordern seit Jahren eine separate Bedarfsplanung für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. Nur so sei es möglich, die Wartezeiten auf einen Therapieplatz für Heranwachsende, die nach Angaben der BPtK im Bundesdurchschnitt 28 Wochen betragen, zu reduzieren.
Die Bundesregierung berichtet darüber hinaus, dass psychologische Beratungsangebote für Kinder und Jugendliche im Internet teilweise intensiv genutzt werden. Demnach ist die Zahl der Nutzer des sogenannten „Krisenchats“, ein vom Bundesfamilienministerium gefördertes Angebot, sprunghaft von 3.672 Beratungen im Jahr 2020 auf 21.499 Beratungen im Jahr 2025 gestiegen.
Rege genutzt wird den Angaben zufolge auch die „Nummer gegen Kummer“. In den Jahren 2020 bis 2025 sind demnach am Kinder- und Jugendtelefon sowie den Onlineangeboten 615.597 Beratungen mit Kindern und Jugendlichen registriert worden, pro Jahr suchten rund 100.000 Heranwachsende den Kontakt.
Deutlich erhöht haben sich seit 2020 auch die Beratungen über die „Jugendnotmail“. Hier wurden 2020 noch 2.765 Beratungen registriert, 2025 waren es 8.238 Beratungen, wobei nach Angaben der Bundesregierung eine Beratung mit einem ratsuchenden Jugendlichen mehrere Wochen dauern kann.
Niedrigschwellige digitale Beratungsangebote, die professionelle Unterstützung in seelischen Notlagen bieten, seien in Bezug auf die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der Prävention wichtig, heißt es in der Antwort der Bundesregierung.
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