Konnektoraustausch ist derzeit alternativlos

Berlin – Praxen mit einem Konnektor der Compugroup Medical (CGM), bei denen in den nächsten Wochen und Monaten die Sicherheitszertifikate auslaufen, haben zum Wechsel der Hardware derzeit keine Alternativen. Darauf hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hingewiesen.
„Wir empfehlen allen Praxen, die von der CGM angeschrieben werden und deren Konnektorzertifikat demnächst ausläuft, die Geräte gegen neue – gegebenenfalls auch von einem anderen Hersteller – austauschen zu lassen und sich mit ihrem Dienstleister vor Ort in Verbindung zu setzen“, sagte KBV-Vorstand Thomas Kriedel.
Nur bei den Anbietern der Konnektoren bestehe eine Auswahlmöglichkeit. Kriedel betonte, die Zeit dränge. Bei den ersten Konnektoren ende demnächst die Laufzeit, sie seien danach nicht mehr einsatzfähig. Ohne Konnektor mit einem gültigen Sicherheitszertifikat ist kein Anschluss mehr an die Telematikinfrastruktur möglich.
Die Finanzierung ist der KBV zufolge gesichert: Praxen erhalten demnach 2.300 Euro für den Tausch des Konnektors erstattet – so viel wie CGM verlangt. Das Softwarehaus hatte den Preis auf den Erstattungsbetrag abgesenkt. Die Preisanpassung gilt laut CGM auch für alle, die den Austausch bereits beauftragt haben.
Die KBV drängt die Gematik unterdessen weiter, Alternativlösungen für den Austausch zu suchen. Der Austausch der Konnektoren ist seit Wochen ein Streitthema zwischen Ärzten, Bund und Gematik.
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