Vermischtes

Krankenhaus in Salzgitter schließt

  • Montag, 28. September 2026
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Salzgitter – Das St. Elisabeth-Krankenhaus in Salzgitter stellt seinen Betrieb zum Monatsende ein. Die Klinikgesellschaft teilte mit, trotz intensiver Bemühungen sei es nicht gelungen, einen Investor zu gewinnen und eine wirtschaftlich tragfähige Perspektive für den Standort zu sichern.

Noch bis heute Abend sollten alle Patientinnen und Patienten zur weiteren Versorgung in andere Einrichtungen verlegt werden. Dazu liefen enge Abstimmungen mit den Rettungsdiensten und der Feuerwehr. Die Klinik sei auch von der Notfallversorgung abgemeldet. Neben den Patienten sind rund 250 Beschäftigte von der Schließung betroffen.

Ein überparteiliches Bündnis für den Erhalt des Krankenhauses reagierte empört auf die Ankündigung. „Wir können und wollen es noch nicht wahrhaben“, sagte Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel (CDU). „Ich bin als OB, aber auch als Christ persönlich tief betroffen und vor allem: sauer.“ Den Elisabeth-Vinzenz-Verbund, zu dem das Krankenhaus gehört, und dessen katholische Eigentümer forderte das Bündnis „eindringlich auf, diese Betriebsschließung bis heute 24.00 Uhr noch abzuwenden“.

Geschäftsführer Sebastian Margaschewski sagte dagegen: „Unter den gegebenen, hochgradig schwierigen Branchenbedingungen war eine wirtschaftlich tragfähige Fortführung des Klinikbetriebs am Standort leider nicht mehr möglich.“

Bereits Ende Februar hatte das Krankenhaus der eigenen Mitteilung zufolge einen Insolvenzantrag gestellt, woraufhin Anfang Mai ein Insolvenzverfahren eingeleitet worden sei. Der in diesem Zuge begonnene Investorenprozess sei aber gescheitert. Angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Risiken sei kein bindendes Angebot abgegeben worden.

Der Klinikbetreiber verwies ausdrücklich auf die wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen, denen zahlreiche Krankenhäuser in Deutschland derzeit ausgesetzt seien. „Insbesondere die Vorgaben der Krankenhausreform und die künftige Leistungsgruppenplanung stellen kleinere und mittlere Standorte vor erhebliche Herausforderungen“, hieß es.

dpa

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