KV Niedersachsen: Kooperation soll Ärztemangel in Ostfriesland stoppen
Hannover/Lingen – Um die ärztliche Versorgung in Ostfriesland, dem Emsland und der Grafschaft Bentheim sicherzustellen, kooperiert die Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) zukünftig mit dem Kompetenzzentrum Gesundheitswirtschaft (GewiNet), dem rund 100 Mitglieder aus verschiedenen Sektoren des Gesundheitswesens angehören, und der Wachstumsregion Ems-Achse.
Dabei soll es vor allem darum gehen, mehr Ärzten in die Region zu holen. Dazu haben die Kooperationspartner eine engere Abstimmung zu Fragen der allgemeinen Standortplanung und Standortentwicklung verabredet.
Zudem wollen sie nicht nur niederlassungs- beziehungsweise anstellungswillige Ärzte unterstützen, sondern auch ihre Lebenspartner bei ihrer Suche nach einer Anstellung oder auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Darüber hinaus sollen auch die Gesundheitswirtschaft und die ambulante ärztliche Versorgung besser verzahnt werden.
„Die Kooperationspartner beabsichtigen, mit ihrer Vereinbarung ihren Teil dazu beizutragen, den Trend zur Landflucht abzuschwächen“, erklärte KVN-Vorstandsvorsitzender Mark Barjenbruch. Ärzte sollen dazu bewegt werden, sich im ländlichen Raum niederzulassen oder anstellen zu lassen und so die Gesundheitsversorgung vor Ort sicherzustellen. „Die Stärkung dieses weichen Standortfaktors wird auch das Gewerbe und insbesondere die Gesundheitswirtschaft vor Ort in ihrem Bemühen um die Anwerbung von Fachkräften unterstützen“, so Barjenbruch.
Die KVN, GewiNet und die Wachstumsregion wollen sich in Zukunft zu regelmäßigen Abstimmungsgesprächen treffen, gemeinsame Projekte entwickeln, gemeinsame Interessen gegenüber der Politik vertreten und eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit betreiben.
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