Ärzteschaft

KV Niedersachsen: Kooperation soll Ärztemangel in Ostfriesland stoppen

  • Mittwoch, 23. August 2017

Hannover/Lingen – Um die ärztliche Versorgung in Ostfriesland, dem Emsland und der Grafschaft Bentheim sicherzustellen, kooperiert die Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) zukünftig mit dem Kompetenzzentrum Gesundheitswirtschaft (GewiNet), dem rund 100 Mitglieder aus verschiedenen Sektoren des Gesundheits­wesens angehören, und der Wachstumsregion Ems-Achse.

Dabei soll es vor allem darum gehen, mehr Ärzten in die Region zu holen. Dazu haben die Kooperationspartner eine engere Abstimmung zu Fragen der allgemeinen Standortplanung und Standort­entwicklung verabredet.

Zudem wollen sie nicht nur niederlassungs- beziehungsweise anstellungswillige Ärzte unterstützen, sondern auch ihre Lebenspartner bei ihrer Suche nach einer Anstellung oder auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Darüber hinaus sollen auch die Gesund­heits­wirtschaft und die ambulante ärztliche Versorgung besser verzahnt werden.

„Die Kooperationspartner beabsichtigen, mit ihrer Vereinbarung ihren Teil dazu beizutragen, den Trend zur Landflucht abzuschwächen“, erklärte KVN-Vorstands­vorsitzender Mark Barjenbruch. Ärzte sollen dazu bewegt werden, sich im ländlichen Raum niederzu­lassen oder anstellen zu lassen und so die Gesundheitsversorgung vor Ort sicherzu­stellen. „Die Stärkung dieses weichen Standortfaktors wird auch das Gewerbe und insbesondere die Gesundheitswirtschaft vor Ort in ihrem Bemühen um die Anwerbung von Fachkräften unterstützen“, so Barjenbruch.

Die KVN, GewiNet und die Wachstumsregion wollen sich in Zukunft zu regelmäßigen Abstimmungsgesprächen treffen, gemeinsame Projekte entwickeln, gemeinsame Interessen gegenüber der Politik vertreten und eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit betreiben.

hil/sb

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