Ärzteschaft

Marburger Bund: Medizin braucht Vielfalt und internationalen Austausch

  • Dienstag, 15. September 2026
/Vikky Mir, stock.adobe.com
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Berlin – Das deutsche Gesundheitswesen ist auf Menschen unterschiedlicher Herkunft und auf internationalen wissenschaftlichen Austausch angewiesen. Darauf weist der Marburger Bund (MB) anlässlich des Internationalen Tages der Demokratie hin. Ärztliche Versorgung lebe davon, dass Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen gemeinsam für Patientinnen und Patienten arbeiteten und voneinander lernten.

„Ärztinnen und Ärzte behandeln Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihrem Geschlecht oder ihrer gesellschaftlichen Stellung. Diese Prinzipien stehen im fundamentalen Gegensatz zu autoritären und rechtsextremen Vorstellungen“, sagte die MB-Vorsitzende Susanne Johna zum heutigen Internationalen Tag der Demokratie.

Als Gewerkschaft vertrete der MB die Interessen seiner Mitglieder auf dem Boden einer demokratischen Grundordnung, die Freiheits- und Arbeitnehmerrechte schütze. „Diese Freiheiten sind keine Selbstverständlichkeit. Demokratie braucht Menschen, die für sie eintreten. Das gilt auch für uns Ärztinnen und Ärzte“, so Johna.

Zu einem demokratischen Gemeinwesen gehört laut dem MB auch eine verlässliche Daseinsvorsorge. Wer krank wird, muss darauf vertrauen können, die notwendige medizinische Behandlung zu erhalten. Dabei dürfen weder das Einkommen noch der Wohnort darüber entscheiden, ob und wann eine Ärztin oder ein Arzt erreichbar ist.

„Wenn Versorgungsmöglichkeiten aus Regionen verschwinden, entsteht mehr als ein gesundheitspolitisches Problem. Menschen verlieren Vertrauen in die Fähigkeit unseres Gemeinwesens, elementare Bedürfnisse zu sichern. Auch das schadet unserer Demokratie“, warnte Johna.

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