Vermischtes

Mehr Ehrenamtler begleiten Sterbende in Sachsen-Anhalt

  • Montag, 24. April 2017

Stendal – Die Zahl der Freiwilligen, die sich in Sachsen-Anhalt um Schwerstkranke und Sterbende kümmern, steigt jedes Jahr um etwa sechs Prozent. Darauf hat der Hospiz- und Palliativverbands Sachsen-Anhalt hingewiesen. Demnach sind es derzeit rund 680 ausgebildete ehrenamtliche Helfer.

Viele der Freiwilligen seien Frauen, die Hospize bräuchten aber auch Männer, sagte der Vorsitzende des Hospiz- und Palliativverbands Sachsen-Anhalt, Ulrich Paulsen. Wichtig sei, dass die Ehrenamtlichen psychisch belastbar seien und sich mit ihren eigenen Er­fah­rungen mit Trauer und Tod auseinandergesetzt hätten. „Nur wer sich selbst stellt, kann Menschen gut beim Sterben begleiten“, erklärte Paulsen.

Die Ehrenamtlichen un­ter­stützen nach einer sechsmonatigen Ausbildung die Arbeit von den professionellen Fach­kräften in den stationären und ambulanten Hospizen und besu­chen Patienten, die sich zuhause oder in den Hospizen pflegen lassen.

In den vergangenen Jahren haben die Patienten laut Hospizverband eine kürzere Zeit in den Einrichtungen ver­bracht. Der Verband führt dies vor allem auf die verbesserte Ver­sor­gung und Betreuung in den eigenen vier Wänden zurück. Seit 2016 ist die Zahl aber konstant. „Die Patienten verbringen durchschnittlich 21 Tage in den Hospizen“, sagte Paulsen.

dpa

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