Politik

Hilfe für sterbenskranke Patienten hat sich verbessert

  • Mittwoch, 29. März 2017

Berlin – Sterbenskranke Patienten wurden nach Angaben von Gesundheitsexperten in den vergangenen Jahren in Deutschland deutlich besser versorgt als bisher. Wie aus Be­richten des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hervorgeht, konnten bis Ende 2015 insgesamt 280 Verträge zur Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) zwischen den Leistungsanbietern abgeschlossen werden. 2010 waren es noch 136 Verträge.

Der Bundestagsgesundheitsausschuss befasste sich heute mit den Berichten. Die Staats­se­kretärin im Bundesgesundheitsministerium, Annette Widmann-Mauz (CDU), sagte dazu, zwar seien weitere Ver­bes­se­run­gen in der Versorgung erforderlich, es gebe aber „keine Anhaltspunkte für flächen­mäßi­ge Problemfälle“. An der Palliativversorgung beteiligt sind Ärzte, Pflegedienste, Kran­ken­häu­ser und Hospi­ze. Im November 2015 hatte der Bundestag das Gesetz zur Reform der Hos­piz- und Palli­ativversorgung verabschiedet, um sterbenskranke Menschen besser und individueller betreuen zu können.

Den Berichten für 2015 zufolge ist eine vollständige vertragliche Abdeckung der SAPV noch nicht in allen Bundesländern erreicht worden. Als Grund wird der Mangel an qualifi­zierten Fachkräften angegeben. Zugleich vergrößerte sich jedoch die Zahl der Ärzte mit einer Weiterbildung in Palliativmedizin.

Als Sonderfall gilt die Palliativversorgung schwer kranker Kinder und Jugendlicher. Jun­ge Leute müssten im Vergleich zu Erwachsenen „sehr individuell und spezialisiert“ versorgt werden, heißt es im Bericht des GKV-Spitzenverbandes. Daher sei die vertrag­liche Aus­ge­staltung grundsätzlich schwierig. In ländlichen Regionen mangele es an Fach­kräften mit spezialisiertem Wissen und Erfahrung bei der Versorgung von Kindern und Jugend­li­chen mit seltenen Erkrankungen und Krankheitsverläufen.

kna/hib

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