Verein will bessere Vernetzung bei Versorgung Sterbender
Berlin – Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge hat eine bessere Vernetzung der Akteure bei der Versorgung schwerstkranker und sterbender älterer Menschen gefordert. „Das Hospiz- und Palliativgesetz hat grundlegende Verbesserungen gebracht, aber es gibt weiteren Handlungsbedarf“, sagte Vorstand Michael Löher gestern in Berlin. Besonders auf dem Land brauche es eine regionale Zusammenarbeit, um eine Versorgung in der Nähe des Wohnortes zu ermöglichen. In der ambulanten Versorgung sollten die weiteren Entfernungen angemessen finanziert werden.
Nach Löhers Worten äußern die meisten Menschen den Wunsch, in ihrer vertrauten Umgebung, im Kreise der Familie und anderer Vertrauenspersonen zu sterben. Tatsächlich aber sterben demnach rund drei Viertel aller Menschen in Krankenhäusern oder in stationären Pflegeeinrichtungen, darunter 30 Prozent der Bewohner im ersten Vierteljahr nach ihrem Einzug.
„Die Stärkung einer Kultur der hospizlichen Begleitung und Palliativversorgung in allen Einrichtungen der Pflege ist ebenso vonnöten wie bessere Rahmenbedingungen für die Palliativversorgung in der Häuslichkeit“, so Löher. Ärzte, medizinisches Personal und andere beteiligte Berufsgruppen sollten daher besser für den Umgang mit Sterbenden geschult werden. Die Empfehlungen beziehen sich auch auf den besonderen Bedarf von Menschen mit Demenz, Behinderung oder einem Migrationshintergrund.
Der Deutsche Verein ist das gemeinsame Forum für alle Akteure in der sozialen Arbeit, der Sozialpolitik und des Sozialrechts.
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