Neue Krebspräventionswoche soll Früherkennung am Arbeitsplatz verbessern

Berlin/Bonn – Die Deutsche Krebshilfe, das Deutsche Krebsforschungszentrum und die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) wollen die Prävention und Früherkennung von Krebserkrankungen am Arbeitsplatz verbessern. Unter dem Motto „Lass mal checken“ informieren die drei Organisationen in der diesjährigen Nationalen Krebspräventionswoche vom 21. bis 27. September über die Möglichkeiten der Krebsfrüherkennung und stellen Unternehmen kostenfrei Informationsmaterialien und Aktionsmodule für ihre Mitarbeitenden zur Verfügung.
„Krebsvorsorge kann Leben retten. Sie hilft dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen, bevor Beschwerden entstehen, und verbessert damit die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung. Nehmen Sie Ihre Vorsorgetermine wahr. Ihre Gesundheit ist es wert“, sagte Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) zum Auftakt der Woche.
„Jeder zweite Mensch erkrankt im Laufe seines Lebens an Krebs. Früherkennung und das Vermeiden von Risikofaktoren sind die zwei wichtigsten Säulen der Krebsprävention. Damit können wir erreichen, dass Krebs erst gar nicht erst entsteht oder früh genug entdeckt wird. Im Rahmen der Nationalen Dekade gegen Krebs liegt deshalb auch ein besonderer Schwerpunkt auf der Krebspräventionsforschung“, ergänzte Dorothee Bär (CSU), Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt.
Je früher ein Tumor erkannt wird, desto besser sind bekanntlich in der Regel die Heilungschancen. Außerdem können Tumoren im frühen Stadium meist schonender behandelt werden, was die Lebensqualität erhöht. Bei einigen Früherkennungs-Untersuchungen können zudem Krebsvorstufen entdeckt werden, so dass Krebs erst gar nicht entsteht. Dies gilt zum Beispiel für das Gebärmutterhalskrebs-Screening und das Darmkrebs-Screening mittels Koloskopie, bei der oft Polypen entfernt werden, die sich später zu Darmkrebs entwickeln können. Aber trotz der Vorteile der Krebsfrüherkennung nehmen viele gesetzlich Versicherte nicht daran teil.
„Wir müssen verstärkt bevölkerungsnahe Angebote etablieren und die Menschen dort erreichen, wo sie Zeit verbringen. Zum Beispiel an ihrem Arbeitsplatz. Bei der diesjährigen Krebspräventionswoche starten wir deshalb eine Informationsoffensive direkt in den Betrieben, um die Erwerbstätigen niedrigschwellig zu informieren“, sagte Konstanze Blatt, Generalsekretärin der DKG.
Für eine Weiterentwicklung der Früherkennungsuntersuchungen spricht sich Gerd Nettekoven, Vorstand der Deutschen Krebshilfe, aus. „Die Krebsfrüherkennung muss laufend weiter erforscht und die Programme vor allem adäquat evaluiert werden, um sie stärker individualisiert und risikoadaptiert auszurichten und zukünftig mehr Tumoren in einem frühen Stadium zu erkennen. Das kann auf lange Sicht Leben retten“, sagte er.
Die Nationale Krebspräventionswoche ist eine gemeinsame Initiative der Deutschen Krebshilfe, des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Deutschen Krebsgesellschaft.
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