Ausland

Neue Regionen im Kongo von Ebola betroffen

  • Freitag, 12. Juni 2026
/picture alliance, AP, Moses Sawasawa
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Beni/Genf – Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo weitet sich aus. Es seien immer mehr Regionen betroffen, und die Zahl der Fälle steige, sagte Olivier le Polain, der für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Beni in der Provinz Nordkivu ist, um die Lokalbehörden zu unterstützen.

Bis Donnerstag waren 676 Krankheitsfälle bestätigt worden, darunter 136 Todesfälle, wie le Polain erklärte. „Fast jeden Tag sind neue Gesundheitszonen betroffen“, sagte er. Der Großteil sei immer noch in der Provinz Ituri. Zwar beträfen die meisten Fälle in Nord- und Südkivu Menschen, die aus Ituri kamen, inzwischen gebe es aber dort auch vor Ort Ansteckungen.

Andauernde Kämpfe und viele Menschen, die vertrieben werden sowie ein schwaches Gesundheitssystem seien Herausforderungen, sagte le Polain. „Das ganze Ausmaß des Ausbruchs ist noch nicht klar“, sagte er.

„Wir beobachten, dass die Fallzahlen täglich rapide ansteigen“, sagte auch Babou Rukengeza, Leiter der Ebola-Nothilfe von Save the Children in der Provinz Ituri. Aufgrund der begrenzten Laborkapazitäten komme es zu Verzögerungen bei den Tests. Es gebe zwar einige mobile Labore, doch der Bedarf sei sehr hoch, auch wenn sich die Laborkapazitäten in der vergangenen und in dieser Woche etwas verbessert hätten.

Das UN-Kinderhilfswerk Unicef warnt, dass Familien aus Sorge vor einer Ansteckung in einer Klinik keine Routineuntersuchungen mehr machen lassen oder sonst mit kranken Kindern keine ärztliche Hilfe suchen. Die Gefahr sei, dass mehr Kinder sterben. Mehr als die Hälfte der Kinder unter fünf Jahren in der Provinz Ituri sei unterernährt und deshalb ohnehin schon in einer prekären Situation.

dpa/afp

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