Nordrhein-Westfalen stärkt Altersmedizin
Neuss – Nordrhein-Westfalen will die Lebensqualität im Alter durch eine Vielzahl von Maßnahmen verbessern. Das verkündete Landesgesundheits- und Pflegeministerin Barbara Steffens (SPD) im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung des Gesundheitsministeriums und der Landesseniorenvertretung NRW in Neuss. Derzeit forciere das Land die Bildung von Geriatrieverbünden, in denen Krankenhäuser mit ärztlichen Praxen und sozialen Diensten zusammenarbeiten und unterstütze Modellprojekte für mehr Sicherheit bei der Arzneimitteltherapie.
Weitere vom Land geförderte Konzepte zur Verbesserung der Lebensqualität im Alter sind Strategien zur Vermeidung von Altersverwirrtheit nach einem operativen Eingriff im Krankenhaus, zielgruppenspezifische Angebote der Suchtprävention bei älteren Menschen sowie besondere Beratungsangebote des NRW-Patientenbeauftragten und der neuen Landesfachstellen „Trauma und Alter“.
„Wenn alle älteren Menschen vom Wissen der modernen Altersmedizin und einem deutlichen Mehr an menschlicher Zuwendung profitieren könnten, wäre das ein Quantensprung für die gesundheitliche Versorgung im Alter und vor allem für die persönliche Lebensqualität älterer Menschen in unserem Land“, so die Ministerin.
Auch Patientenbeauftragter Dirk Meyer unterstrich im Rahmen der Veranstaltung die Bedeutung einer sektorenübergreifenden Zusammenarbeit sowie transparenter Hilfs- und Unterstützungsangebote. „Gerade für ältere Menschen ist es oft eine große Herausforderung, notwendige Hilfe rechtzeitig zu erhalten“, betonte Mayer. Dabei sieht er auf kommunaler Ebene auch die Seniorenbeiräte in der Pflicht.
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