Pflegebedürftige Menschen sollen mehr Entscheidungsfreiheit haben
München – Pflegebedürftige Menschen sollen mehr Freiheiten haben, um ihre Pflege selbst zu bestimmen. Das fordert Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). „Der Blick auf Pflegebedürftige ist oftmals durch Bevormundung geprägt. Aber auch diesen Menschen muss die Wahl gelassen werden, selbst über ihre Lebensgestaltung zu entscheiden“, sagte Huml.
Der Pflegebedürftige müsse mehr in den Mittelpunkt gerückt werden, meinte die Ministerin. Sie sprach sich dafür aus, Leistungen vermehrt in Form von Budgets zu gewähren, um den Pflegebedürftigen die Möglichkeit zu geben, ihre Pflege individueller zu gestalten. So erhielten Pflegebedürftige neben den Leistungen der Pflege- und Krankenversicherung die Kosten für Behandlungspflege in voller Höhe ersetzt, wenn sie zu Hause oder ambulant gepflegt werden. Bewohner in Pflegeheimen dagegen bekämen wegen der unterschiedlichen Abrechnung lediglich einen festen Betrag erstattet und müssten Restkosten selbst tragen. Hier wünscht sich Huml größere Entscheidungsfreiheit.
Mit den Themen Pflegeversicherung und Stärkung der Selbstbestimmung wird sich die Ministerin auch im Rahmen eines Pflegegipfels am 13. Juli in Nürnberg beschäftigen. An dem Gipfel soll neben verschiedenen Experten auch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) teilnehmen.
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