Psychische Erkrankungen häufigster Grund für Klinikbehandlungen von Jugendlichen

Wiesbaden – Psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen sind im Jahr 2024 die häufigste Ursache für stationäre Behandlungen von Kindern und Jugendlichen gewesen. Das teilte das Statistische Bundesamt mit.
Fast ein Fünftel (18,9 Prozent) der im Krankenhaus stationär behandelten Personen im Alter von 10 bis 19 Jahren sei dort wegen einer solchen Erkrankung gewesen, hieß es. Das waren demnach rund 116.300 Menschen.
Im Vergleich zum Jahr 2023 stieg die Zahl der aufgrund psychischer Erkrankungen und Verhaltensstörungen im Krankenhaus behandelten jungen Menschen an. Damals habe es etwa 112.500 solcher Fälle gegeben, so die Statistiker. 2024 waren es demnach rund 3,4 Prozent mehr. Im Vergleich mit 2004 sei die Zahl sogar um 36,5 Prozent gestiegen.
Unter den Krankenhauspatienten aller Altersklassen machten psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen im Jahr 2024 rund 5,9 Prozent der Behandlungen aus. Auch hier stieg die Zahl im 20-Jahre-Vergleich an, um vier Prozent.
Die meisten der Kinder und Jugendlichen wurden laut Mitteilung wegen Depressionen behandelt. 2024 waren das demnach rund 33.900 der 10- bis 19-Jährigen. Bei etwa 11.700 Heranwachsenden waren Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen Grund für die Behandlung.
Auch über alle Altersklassen hinweg war Depression mit 24,7 Prozent die häufigste Diagnose bei den stationär wegen einer psychischen Erkrankung behandelten Menschen. Alkoholmissbrauch war bei 21,7 Prozent der Fälle die Ursache.
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