Ärzteschaft

Schwangerschafts­abbrüche: Liste mit Ärzten online

  • Montag, 29. Juli 2019
/New Africa, stock.adobe.com
/New Africa, stockadobecom

Berlin – Die Bundesärztekammer (BÄK) hat auf ihrer Internetseite eine Liste veröffent­licht, welche Ärzte, Krankenhäuser und Einrichtungen in Deutschland Schwangerschafts­ab­brüche durchführen. Darauf hat die BÄK hingewiesen. Die Liste wird auch von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter www.familienplanung.de veröffentlicht und gemeinsam monatlich aktualisiert.

Hintergrund der Liste ist eine Ergänzung des Paragrafen 219a, der Werbung für Schwan­gerschaftsabbrüche verbietet, die Bundestag und Bundesrat in diesem Jahr beschlossen haben. Demnach dürfen Ärzte und Kliniken öffentlich informieren, dass sie Schwanger­schafts­ab­brüche vorneh­men, ohne aber näher ins Detail zu gehen. Dafür muss an öffent­liche Stellen wie die Bundes­ärzte­kammer verwiesen werden. Diese müssen eine Liste führen, die stetig aktualisiert wird.

„Die Neuregelung des Strafgesetzparagrafen 219a schafft die für alle Beteiligten drin­gend notwendige Rechtssicherheit bei der Information zum Schwangerschaftsabbruch“, sagte BÄK-Präsident Klaus Reinhardt. Diese Liste helfe Frauen in Notlagen bei der Suche nach ärztlicher Hilfe in ihrer Nähe.

Ärzte, Krankenhäuser und Einrichtungen können die Aufnahme in die Liste online bean­tragen. Ein mehrstufiger Registrierungs- und Verifizierungsprozess soll dabei die sicher­stellen, dass alle Angaben korrekt sind. Nutzer des elektronischen Arztausweises haben die Möglichkeit, sich mit dessen Hilfe nach der Onlineregistrierung elektronisch anzu­mel­den. Alle anderen Ärzte erhalten die Anmeldeunterlagen nach der Onlineregistrierung auf dem Postweg.

may/EB

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung